Aus der Sammlung

«Sunprint alpin, Safiental, Nr. 10» von Barbara Maria Meyer

Barbara Maria Meyer, «Sunprint alpin, Safiental, Nr. 10», 2008, Inv. C6085

Der Titel nennt nicht nur die Technik des Werks, sondern wie in der ganzen Werkserie der Künstlerin jeweils auch den Ort seiner Entstehung. Was wie ein Nachtbild aussieht, ist jedoch das Werk der Sonne – «sunprints» sind Cyanotypien. Alle auf dem Fotopapier belichteten Stellen werden beim Entwickeln blau, wo die im Safiental gesammelten Pflanzen auflagen, bleibt das lichtempfindliche Papier hingegen weiss. Das Resultat oszilliert zwischen Naturalismus und Abstraktion, während die Verfremdung eine gewisse Magie mit sich bringt.

Mehr darüber finden Sie im
Jahresbericht 2011 / 12, Seiten 144 – 148.
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Foto: Jürg Fausch, Schaffhausen

Aus der Sammlung

Miniatur von Johann Heinrich Hurter mit dem Bildnis des Kurfürsten

Das Behältnis aus Nussbaumholz ist ein eindrückliches Zeugnis der Freundschaftskultur des 18. Jahrhunderts. Als Zeichen der Wertschätzung verschenkt, diente es zur Aufbewahrung von Beintäfelchen, die mit einem Metallgriffel beschrieben werden konnten. Das Nussbaumgehäuse ist auf beiden Seiten mit Applikationen versehen. Auf der Vorderseite des Klappdeckels findet sich die goldene Beschriftung «Souvenir», auf dem Korpus ein Miniaturbildnis des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz (1724 – 1799). Die Emailmalerei stammt von Johann Heinrich Hurter (1734 – 1799), dessen eigenhändige Beschriftung auf der Rückseite das Entstehungsdatum verrät: «H Hurter. fecit / 1781.». Ebenfalls von Hurters Hand ist das ligierte Monogramm «CT» des Porträtierten auf der Rückseite.

Freundschaftsandenken mit Portraitminiatur des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz, unbekannter Hersteller, 1781-1799, Miniatur von Johann Heinrich Hurter mit dem Bildnis des Kurfürsten, datiert 1781, Inv. 60194

Freundschafts-Andenken in geöffnetem Zustand, Vorderseite und Rückseite

Mehr darüber finden Sie im
Jahresbericht 2017 / 18, Seiten 190 – 193.
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Foto: Jürg Fausch, Schaffhausen

Aus der Sammlung

Gotteshausbund Silbertaler, um 1565

Gotteshausbund, Taler, um 1565, Silber. Inv. N10977

Mitte des 14. Jahrhunderts bildete sich im Gebiet des heutigen Kantons Graubünden der Gotteshausbund. Er liess vereinzelt auch Münzen prägen, doch über die Prägetätigkeit ist nur wenig bekannt. Die Vorderseite dieses Talers zeigt einen aufrecht schreitenden Steinbock und die Umschrift «MONE NOVA DOMVS CVRIENSIS» als Hinweis auf den Herausgeber, die Rückseite einen gekrönten Doppeladler und die Devise «DOMINE CONSERVA NOS IN PACE» («Herr, erhalte uns in Frieden»).

Die Stempel für diese Münze wurden von Jakob Stampfer (1505/06 – 1579) geschnitten, der auch Aufträge für andere Münzstätten ausführte. Obwohl je fünf verschiedene Vorder- und Rückseitenstempel für Münzen dieses Typs bekannt sind und in acht verschiedenen Kombinationen vorkommen, gibt es heute nur noch etwas mehr als ein Dutzend solcher Taler, wohl weil ihr Silbergehalt gut war und sie mehrheitlich eingeschmolzen wurden.

Mehr darüber finden Sie im
Jahresbericht 1997 – 2001, Seiten 144 – 148.
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Foto: Adrian Bringolf, Schaffhausen

Aus der Sammlung

«Ruhepause im Garten auf der Oschwand» von Cuno Amiet

Cuno Amiet, «Ruhepause im Garten auf der Oschwand», 1911, Inv. A1829

In seinem Bauerngarten auf der Oschwand hatte Cuno Amiet gleichsam ein Stück Paradies gefunden und realisiert. Der Garten ist auch ein Hauptthema in seinem Werk. Nach seiner Abwendung von Ferdinand Hodlers Einfluss schuf er einige seiner persönlichsten Werke. Das 1911 entstandene Bild steht in dieser Tradition. Es ist geprägt von Eindrücken aus Pont-Aven sowie von Impulsen der Künstlergruppe «Die Brücke». Charakteristisch sind die breiten Farbflächen, kräftige Konturen, leuchtende Farben und eine harmonische Komposition.

Mehr darüber finden Sie im
Jahresbericht 1997 – 2001, Seiten 71 – 73.
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Foto: Rolf Wessendorf, Schaffhausen

Aus der Sammlung

Fayenceteller «Jeune fille» von Albert Anker und Théodore Deck

Théodore Deck (1823-1891) und Albert Anker (1831-1910), Fayenceteller «Jeune fille», Ende 1880er Jahre, Inv. 61044

Der Fayenceteller belegt die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Maler Albert Anker und dem französischen Keramiker Théodore Deck. Zwischen 1866 und 1892 bemalte Anker für dessen Manufaktur über 500 Keramiken in bestechender Qualität. Kontrastreich heben sich im düsteren Spiegel des Tellers die Umrisse eines Mädchens im Dreiviertelprofil ab. Effektvoll schimmert das Licht auf den geflochtenen Haaren und den fein modellierten Gesichtszügen. Der sinnende Blick des Mädchens streift über den Tellerrand hinaus, auf dem sich drei Putti in einer Rebenranke tummeln.

Rückseite des Fayencetellers (Ausschnitt)

Mehr darüber finden Sie im
Jahresbericht 2021 / 22, Seiten 166 – 169.
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Foto: Jürg Fausch, Schaffhausen