Aus der Sammlung

Gotteshausbund Silbertaler, um 1565

Gotteshausbund, Taler, um 1565, Silber. Inv. N10977

Mitte des 14. Jahrhunderts bildete sich im Gebiet des heutigen Kantons Graubünden der Gotteshausbund. Er liess vereinzelt auch Münzen prägen, doch über die Prägetätigkeit ist nur wenig bekannt. Die Vorderseite dieses Talers zeigt einen aufrecht schreitenden Steinbock und die Umschrift «MONE NOVA DOMVS CVRIENSIS» als Hinweis auf den Herausgeber, die Rückseite einen gekrönten Doppeladler und die Devise «DOMINE CONSERVA NOS IN PACE» («Herr, erhalte uns in Frieden»).

Die Stempel für diese Münze wurden von Jakob Stampfer (1505/06 – 1579) geschnitten, der auch Aufträge für andere Münzstätten ausführte. Obwohl je fünf verschiedene Vorder- und Rückseitenstempel für Münzen dieses Typs bekannt sind und in acht verschiedenen Kombinationen vorkommen, gibt es heute nur noch etwas mehr als ein Dutzend solcher Taler, wohl weil ihr Silbergehalt gut war und sie mehrheitlich eingeschmolzen wurden.

Mehr darüber finden Sie im
Jahresbericht 1997 – 2001, Seiten 144 – 148.
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Foto: Adrian Bringolf, Schaffhausen