Neuerwerbung

Stadtzürcher Doppeldukat von 1641

In der alten Eidgenossenschaft waren es in der Deutschschweiz vor allem die Städte Bern, Basel und Zürich, welche auch eine regelmässige Goldmünzenprägung pflegten. Über zwanzig Dukaten, Halb- und Vierteldukaten aus dem nahen Zürich sind in der Sammlung des Museums aus nicht näher eruierbaren Altbeständen vorhanden, Doppeldukaten hingegen nur zwei, einer der Stadt St. Gallen und einer des Erzbistums Salzburg (Ankauf 2021).


Dass es sich nicht um ein alltägliches Nominal handelte, zeigt sich nicht nur an der damaligen Kaufkraft einer solchen Münze, sondern auch an der grossen Sorgfalt bei der Wahl des Motivs und der Herstellung der Stempel.


Doppeldukat, 1641, Vorderseite, Durchmesser 35.1 mm, N15223

Auf der Vorderseite halten zwei Löwen in der einen Pranke einen Laubkranz in die Höhe und stützen mit der anderen den Wappenschild der Stadt. Geprägt wurde das ausgezeichnet erhaltene Stück 1641, nachdem seit 1624 keine Doppeldukaten mehr geprägt worden waren und danach erst wieder 1673.


Doppeldukat, 1641, Rückseite, Durchmesser 35.1 mm, N15223

Ein fast perfekt symmetrischer Doppeladler mit Nimben füllt das Feld auf der Rückseite. Die Devise «DOMINE CONSERVA NOS IN PACE» («Herr erhalte uns in Frieden») ist auch auf vielen anderen Münzen zu finden.

Adrian Bringolf, M.A.
Kurator Numismatik, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen

Hier finden Sie die Beschreibung dieser Neuerwerbungen im Jahresbericht 2023 / 2024.
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