Aus der Sammlung

«Ruhepause im Garten auf der Oschwand» von Cuno Amiet

Cuno Amiet, «Ruhepause im Garten auf der Oschwand», 1911, Inv. A1829

In seinem Bauerngarten auf der Oschwand hatte Cuno Amiet gleichsam ein Stück Paradies gefunden und realisiert. Der Garten ist auch ein Hauptthema in seinem Werk. Nach seiner Abwendung von Ferdinand Hodlers Einfluss schuf er einige seiner persönlichsten Werke. Das 1911 entstandene Bild steht in dieser Tradition. Es ist geprägt von Eindrücken aus Pont-Aven sowie von Impulsen der Künstlergruppe «Die Brücke». Charakteristisch sind die breiten Farbflächen, kräftige Konturen, leuchtende Farben und eine harmonische Komposition.

Mehr darüber finden Sie im Jahresbericht 1997 – 2001 Seiten 71 – 73. Dieser Link führt Sie zum Eintrag in der Sammlung.

Foto: Rolf Wessendorf

Aus der Sammlung

«Femme nue couchée sur un drap blanc» von Félix Edouard Vallotton

Félix Edouard Vallotton, «Femme nue couchée sur un drap blanc», 1904, Inv. A1757

Félix Edouard Vallottons «Femme nue couchée sur un drap blanc» (1904) fesselt durch ihre provokative Ruhe: eine junge nackte Frau ruht auf einer mit weissen Laken bedeckten Liege, auf ein gelbes Kissen gestützt, direkt dem Blick des Betrachters ausgesetzt. Die gewagte Pose erinnert an Manets «Olympia» und rief sofort kontroverse Deutungen hervor. Erstmals 1905 im Salon des Indépendants gezeigt, sorgte es durch seine kühle Direktheit und formale Strenge für besondere Aufmerksamkeit.

Mehr darüber finden Sie im Jahresbericht 1992 – 1996, Seiten 109 – 113. Dieser Link führt Sie zum Eintrag in der Sammlung.

Foto: Jürg Fausch

Aus der Sammlung

«Der Holzfäller» von Ferdinand Hodler

Ferdinand Hodler, «Der Holzfäller», 1910, Inv. A1772

1910 schuf Ferdinand Hodler seinen Holzfäller auf dem Höhepunkt seines Ruhms und seiner künstlerischen Meisterschaft. «Der Holzfäller» entstand aufgrund eines 1908 an ihn ergangenen Auftrags der Schweizerischen Nationalbank, für die 50-Franken-Note die Urbarmachung des Landes darzustellen; parallel illustrierte der Mäher auf der 100er-Note die Landwirtschaft. Zahlreiche Fassungen entstanden, von kleineren Studien bis zum monumentalen Gemälde.

In seiner wuchtigen Diagonalanlage zeigt «Der Holzfäller» Hodlers dynamischste Darstellung einer Einzelfigur und eine eindrucksvolle Inkarnation menschlicher Arbeit. Als Allegorie der Kraft spiegelt er Hodlers Charakterstärke, Willenskraft und die Tatkraft, mit der er Hindernisse in seiner Karriere überwand – die Axt wird zur Metapher des Pinsels, jede Wiederholung zur Demonstration seiner Effizienz.

Mehr darüber finden Sie im Jahresbericht 1992 – 1996, Seiten 89 – 93. Dieser Link führt Sie zum Eintrag in der Sammlung.

Foto: Jürg Fausch, Schaffhausen

Aus der Sammlung

Vierteltaler, um 1645

Stadt Basel, Vierteltaler, um 1645, Silber. Inv. N10568

Eine aussergewöhnliche Darstellung enthält dieser Vierteltaler der Stadt Basel, der vermutlich um 1645 geprägt wurde: Eine Henne auf einer Wiese, umgeben von sieben Küken. Die Glucke ist als Symbol für die mütterliche Fürsorge zu verstehen, worauf auch die lateinische Devise «ALIT ET PROTEGIT» («sie ernährt und beschützt») hinweist. Die Szene ist in eine angedeutete Landschaft mit wenigen Gebäuden und Bäumen eingebettet. Auf der Rückseite ist die Stadt Basel abgebildet, mit überhohen Kirchtürmen, zeittypischen Verteidigungsanlagen um die Stadt und Details wie kleinen Schiffen auf dem Rhein.

Mehr darüber finden Sie im Jahresbericht 1997 – 2001, Seite 248. Dieser Link führt Sie zum Eintrag in der Sammlung.

Foto: Adrian Bringolf

Aus der Sammlung

Schaffhauser Wäschefabrik Meyer & Wolf, Werbeplakat

Sebastian Oesch (1893–1920), Werbeplakat Schaffhauser Wäschefabrik Meyer & Wolf, um 1913, Inv. 60897

Das Plakat für die «Schaffhauser Wäschefabrik Meyer & Wolf», wurde vom St. Galler Maler und Grafiker Sebastian Oesch (1893–1920) gestaltet und in Zürich bei «G. Tanner, Bureau für künstlerische Reklame» gedruckt.

Das Plakat führt im unteren Drittel den Firmennamen sowie den Geschäftszweig des Unternehmens auf. Darüber prangt eine Rosette, in welcher ein blondschopfiger Putto über die Auslage eines Wäschegeschäftes stolziert. Unter beiden Armen trägt er je einen Stoffballen aus dem Bild. Er verkörpert wohl die Hoffnung der Firmenbesitzer auf zahlreiche Kundschaft.

Mehr darüber finden Sie im Jahresbericht 2021 / 22, Seiten 184 – 187. Dieser Link führt Sie zum Eintrag in der Sammlung.

Foto: Jürg Fausch, Schaffhausen

Aus der Sammlung

Pendule «Erhard Moser à Schafhouse»

Pendule in Frontalansicht, um 1800, Inv. 59754

Die Pendule des Schaffhauser Stadtuhrmachers Erhard Moser besticht durch ihre üppigen Verzierungen. Der geschweifte, schwarz gefasste Gehäusekasten samt Wandsockel und abnehmbarer Bekrönung ist mit verspiegelten Messing- und Bronzebeschlägen besetzt. Als oberster Abschluss thront eine durchbrochene Vase mit Girlanden. Die Fronttüre ist in einem Rahmen gefasst und im unteren Teil mit einer durchbrochenen Dekoration versehen. Das weisse Emaillezifferblatt trägt schwarze, römische Stunden- und arabische Minutenzahlen. Auf dem Uhrwerk, mit Spindelgang und Dreiviertelstundenschlag auf zwei Glocken findet sich die eingravierte Signatur des «Erhard Moser à Schafhouse».

Mehr darüber finden Sie im Jahresbericht 2017 / 18, Seiten 194 – 198. Dieser Link führt Sie zum Eintrag in der Sammlung.

Foto: Jürg Fausch, Schaffhausen